DER FILM

 
 
Mondnacht – in voller Länge!
 
Genre
Länge
Drehorte
Drehzeitraum
Sprache
Aufnahmeformat
Ton
Untertitel
  Kurzfilm – Fantasy / Drama
ca. 10 Minuten
Dießen am Ammersee, Roth bei Nürnberg, Karlsfeld
15. – 22. August 2011
Deutsch
RED MX 4k, Farbe, Cinemascope (16:9 letterbox)
Dolby 5.1 / Stereo
Englisch

 


MONDNACHT erzählt von einer jungen Frau, die zwischen Trauer und Wut um ihren verstorbenen Vater schwankt, der sie im Alkoholrausch oft misshandelt hat. Eine ungewöhnliche Begegnung mit einem altbekannten romantischen Dichter hilft ihr, sich mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen und sich von ihrem Vater endgültig zu verabschieden.
 
Natalies Leben änderte sich, als ihre Mutter viel zu jung verstirbt. Ihr Vater ist alles andere, als ein verlässlicher Erwachsener, den sie gebraucht hätte. Er wird zunehmend alkoholabhängig. Nach dem Tod ihres Vaters besucht die 18-jährige Natalie einen altertümlichen Tempel, in dem ihr Vater, ein alkoholabhängiger Straßenmusiker, oft Konzerte gegeben hat. Als Kind fürchtete sie sich vor Geistern von längst verstorbenen Hofleuten, von denen ihr der Vater erzählte, wenn er wollte, dass sie zu seiner Musik tanzt. Natalie erinnert sich an diese Zeit, als plötzlich eine ihrer Phantasiegestalten lebendig vor ihr steht. Joseph, so heißt er, überrascht sie mit altertümlichem Small Talk. Irritiert von der Erscheinung findet sie am Boden ein Gedicht, das Natalie beim Lesen an ihre Vergangenheit erinnert. Tief berührt flüchtet sie in den strömenden Regen, der für sie die Tränen weint, die sie zurückhält. Joseph konfrontiert sie mit Fragen, die sie sich nie zu fragen getraut hat. Warum sie niemals Dankbarkeit erhalten hat. Ihre Gedanken führen sie in einen Ballsaal, in dem die alten Geister der Vergangenheit um sie herum auf einem Maskenball tanzen. Joseph ermuntert sie zum Tanz, zu jener Musik, die ihr Vater früher spielte. Grade als sie die Musik genießt, verliert sie das Gleichgewicht und fällt in eine andere Erinnerung. Als Achtjährige will sie nicht einschlafen, weil ihre Mutter grade gestorben ist. Um sie zu beruhigen, liest ihr der Vater das Gedicht „Mondnacht“ vor, geschrieben von dem dt. Romantiker Joseph Freiherr von Eichendorff, dem Geist aus vergangener Zeit, den sie zuvor im Tempel getroffen hat. Zurück in der Gegenwart sitzt Natalie im Tempel und trägt „Mondnacht“ vor, wie ein aussöhnendes Gute-Nacht-Gedicht für ihren Vater. Mit Josephs Hilfe hat sie ihre innere Ruhe gefunden.
 

Am 24. März 2012 wurde der Film beim California International Shorts Festival mit dem Preis für den besten Studentenfilm ausgezeichnet.
 
Alle Infos zum Film im Überblick finden Sie in unserer Pressemappe.

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